{"id":511,"date":"2016-10-14T23:23:17","date_gmt":"2016-10-14T21:23:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/?p=511"},"modified":"2016-10-14T23:32:03","modified_gmt":"2016-10-14T21:32:03","slug":"teamevent-kochschulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/teamevent-kochschulen\/","title":{"rendered":"Teamevent: Kochschulen"},"content":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich konnte ich meine erste Erfahrung in einer Kochschule machen. Netterweise hatten uns die Chefs der Firma f\u00fcr die ich arbeite, beim diesmaligen Quartalsmeeting als Teamevent in die Kochschule Stuttgart eingeladen. Besten Dank daf\u00fcr, eine tolle Idee und ein sehr gelungener Abend!<\/p>\n<p>Dieser Abend\u00a0wird mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben und ich kann verstehen, dass sich manche eine &#8222;Kochschule&#8220; als Geschenk w\u00fcnschen. Anscheinend boomen ja solche Veranstaltungen mit gemeinsamen Kochevents und ich kann das jetzt gut nachvollziehen. Ich glaube das wird nicht meine letzte Kochschule gewesen sein, ich w\u00fcrde auch privat gerne mal an so einer Veranstaltung teilnehmen, um z.B. einmal gemeinsam mit anderen etwas zuzubereiten, was mir bis jetzt fremd war. Tipps und Tricks kann man immer mitnehmen und vielleicht eine neue Lieblingsspeise.<!--more--><\/p>\n<p>In der Kochschule Stuttgart waren wir ca. 60 Personen (mehr oder weniger gut bekannte Kollegen) &#8211; quasi alle gemeinsam in einer K\u00fcche. Am Anfang bekamen wir einen Aperitif und\u00a0eine schwarze Kochsch\u00fcrze mit dem Firmenlogo, was die Atmosph\u00e4re gleich entspannt, lustig und gem\u00fctlich werden lies, als wir in unseren Sch\u00fcrzen alle gleich gekleidet waren. Der wichtigste Hinweis war: Jeder hat nur eine Gabel und die verl\u00e4sst au\u00dfer zum Kosten die Sch\u00fcrzentasche nie. Klingt nach einer K\u00fcchenregel: die Kostgabel muss immer dabei sein. Ich hatte sogar vergessen, sie wieder rauszugeben, als wir heimfuhren, also habe ich ungewollter Weise noch ein besonderes Souvenir mit nach Hause gebracht.<\/p>\n<p>Das angenehme war: Man musste nicht kochen, die Veranstalter hatten schon viel vorbereitet und motivierten nur die Interessierten, sich aktiv an der Fertigstellung zu beteiligen. Wobei sich wie immer, ein paar K\u00f6che oder Anpacker herauskristallisiert haben, wobei andere Teilnehmer eher passiv waren und sich gern in den Nebenr\u00e4umen bedienen lie\u00dfen &#8211; ich geh\u00f6rte diesmal auch zu denen.<\/p>\n<p>Da man den Abend stehend oder sich zwischen verschiedenen R\u00e4umen hin und her bewegend verbrachte, konnte ich mit vielen Kollegen plaudern und mich austauschen. Dieses Ambiente ist f\u00fcr einen Austausch im Team auf jeden Fall viel besser geeignet, als das typische Restaurant, wo jeder seinen Sitzplatz &#8211; zugewiesen, freiwillig ausgesucht oder leider den besten Platz vers\u00e4umt und den unbeliebtesten Tischgef\u00e4hrten erwischt &#8211; meist nie verl\u00e4sst und somit der Kreis der Unterhaltung nur zwischen einigen Personen passiert, wenn \u00fcberhaupt, denn im manchen Restaurants ist die Ger\u00e4uschkulisse so hoch, dass man manchmal schon sein eigenes Wort nicht versteht. In der Kochschule Stuttgart war die M\u00f6glichkeit, den Innenhof zu betreten, um entweder ein paar Momente Ruhe zu genie\u00dfen, eine Zigarette zu rauchen oder sich einfach nur abzuk\u00fchlen ideal. Skurrilerweise hatte ich dort (im Innenhof) auch eine kleine Maus gesehen, die \u00e4ngstlich von einem Eck zum andern lief\u00a0&#8211; mein Kollege David war Zeuge und das ist gut. Denn wenn man im Innenhof einer Kochschule einer kleinen Maus begegnet, glaubt man zuerst das ist Einbildung oder man tr\u00e4umt, doch sicher ein interessanter Platz f\u00fcr sie, da fallen sicher ein paar schmackhafte K\u00fcchenreste ab.<\/p>\n<p>Am Speiseplan stand unter anderem: Sushi &#8211; auch viereckig gerollt &#8211; sehr interessant, Tagliatelle, die man mit einer Nudelmaschine selbst zubereiten konnte. Hier brauchte man eigentlich mehrere H\u00e4nde oder ein paar Kollegen, die halfen, den Nudelfleck sch\u00f6n gespannt zu halten, damit er glatt seinen Weg durch\u00a0die Maschine findet. Auberginenr\u00f6llchen mit Ziegen, die waren meine Favoriten. Und nachdem ich ja schon eher eine Naschkatze bin, war ich dann am wei\u00dfen Schokoladenmousse mit Pfirsich besonders interessiert. Das war so k\u00f6stlich, dass einige von uns\u00a0rund um den Koch Moritz herumstanden, und uns immer wieder einen Nachschlag aus seinem Spritzsack in unsere kleinen Sch\u00e4lchen geben lie\u00dfen. Garniert mit den Pfirsichen und deren Saft plus selbst\u00a0oder von Kollegen frisch geriebene Schokolade. Hmmm! Zum Schluss gab\u00b4s den Ofenschl\u00fcpfer, den ich hier in \u00d6sterreich unter dem Namen Scheiterhaufen kenne. Noch warm serviert &#8211; hier k\u00f6nnte man vielleicht noch den Himbeer-Zitronen-Saft, den unsere Omas dr\u00fcber gelehrt hatten, ums f\u00fcr uns Kinder interessant zu machen, dazu reichen.<\/p>\n<p>Was ich in der Kochschule gelernt habe: Zum Braten nie Oliven\u00f6l verwenden, denn das vertr\u00e4gt die Hitze nicht. Dar\u00fcber kann ich sogar pers\u00f6nlich ein Lied\u00a0singen: Vor ein paar Monaten, wollte ich Fr\u00fchlingszwiebel in einer Pfanne mit ein wenig Oliven\u00f6l anbraten. Allerdings hatten wir da schon unseren Induktionsherd und damit das Fett schnell hei\u00df wird, hatte ich die Power Taste gedr\u00fcckt. Inzwischen drehte ich mich nochmals um und schnitt\u00a0noch den letzten Rest vom Fr\u00fchlingszwiebel. Auf einmal h\u00f6rte ich ein Zischen hinter mir: So ein Ger\u00e4usch wie die erste Flamme beim Anz\u00fcnden f\u00fcrs Fondue macht &#8211; allerdings das\u00a0x-fach lauter. Als ich mich umdrehte war das Oliven\u00f6l schon ein gro\u00dfes Pfannenfeuer geworden &#8211; mein Puls war sicher sehr hoch und mein Herz klopfte \u00fcberlaut. Zum Gl\u00fcck haben wir keinen Dunstabzug in der K\u00fcche, weil unsere Wohnung eine eigene Raumbel\u00fcftung hat &#8211; die funktioniert zwar nicht, aber wir hatten das mal geglaubt, als wir noch vor dem Beziehen der Wohnung unsere K\u00fcche geplant und bestellt hatten. Im ersten Reflex schaltete ich den Herd aus, zog\u00a0die brennende Pfanne schnell auf eine kalte Herdplatte.\u00a0Fast gleichzeitig hielt ich\u00a0die \u00fcber dem Herd, also \u00fcber den Flammen montierte Lampe zur Seite, damit die nicht zu brennen beginnt oder noch ein Kurzschluss dazu kommt. Das war gar nicht so einfach, ich musste meine Hand ganz langmachen und vorsichtig sein, dass meine Hand, meine Haare oder\u00a0sogar mein Gesicht den Flammen nicht zu nahe kamen. Viel Zeit zum Nachdenken hatte ich nicht, was ich jetzt am besten tun k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Da mein Vater aber ein aktiver Feuerwehrmann war &#8211; sogar bei 2 Feuerwehren gleichzeitig. Er war aktives Mitglied der\u00a0Ortsfeuerwehr, das war Pflicht, damit wir damals eine Wohnung im Feuerwehrhaus beziehen konnten. Und er war Mitglied der Werksfeuerwehr in der Fabrik in der er arbeitete. Bei Gro\u00dfeins\u00e4tzen, wenn beide Feuerwehren aktiv waren z.B. bei einem Gro\u00dfbrand mit Autoreifen im Fabrikslager musste er sich dann bei einem Alarm entscheiden, mit welcher Feuerwehr er jetzt hinf\u00e4hrt. Er nahm nat\u00fcrlich immer den k\u00fcrzeren Weg.<\/p>\n<p>Von ihm habe ich aber schon als Kleinkind eingetrichtert bekommen, dass man Fett nicht mit Wasser l\u00f6schen darf, denn das explodiert dann anscheinend irgendwie, also das war klar. Was dann? Ein Geschirrtuch dr\u00fcber schmei\u00dfen traute ich mir nicht, denn so z\u00f6gerlich wie ich bei solchen Aktionen bin, w\u00e4re ich sicher zu vorsichtig und dann w\u00fcrde das Geschirrtuch auch noch Feuer fangen. W\u00e4hrend meiner Lampenrettung und Nachdenkphase bemerkte ich zum Gl\u00fcck, dass die Flammen zwar langsam aber doch ein wenig kleiner wurden. Ahh, vielleicht verbrennt das Oliven\u00f6l ja einfach, worauf ich hoffte. Gef\u00fchlt dauerte das dann doch noch ewig w\u00e4hrend ich die Pfanne fixierte und nur darauf wartete, dass diese vielleicht noch bricht oder der Griff schmilzt usw. Alle m\u00f6glichen noch schlimmeren Feuerszenarien habe ich mir in diesem Moment vorgestellt und gleichzeitig gehofft bzw. eigentlich gebetet, dass die Pfanne durchh\u00e4lt, bis die Flammen erloschen sind.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck ist das wenige Oliven\u00f6l wirklich verbrannt und die Flammen sind nach einiger Weile erloschen. Ich war \u00fcbergl\u00fccklich, dass nicht mehr passiert ist und musste mich dann erst mal hinsetzen. Der fettige Rauch in der ganzen Wohnung war hier das geringste \u00dcbel. Obwohl ich gleich alle Fenster \u00f6ffnete hatte sich mein Fettdampf anscheinend doch im ganzen Stiegenhaus verbreitet, denn als mein Freund etwas sp\u00e4ter heimkam, roch er schon am Gang, dass da irgendwo \u00d6l gebrannt hatte. Einen riesen Dank an meinen Schutzengel und ich brate\u00a0seither nicht mehr mit Oliven\u00f6l, und auf jeden Fall nicht mehr in Kombination mit der Powertaste am Induktionsherd.<\/p>\n<p>Also bitte merken: Oliven\u00f6l nicht stark erhitzen &#8211; Koch Moritz empfahl Erdnuss\u00f6l oder noch eine andere \u00d6lsorte, die ich mir leider nicht gemerkt habe. Ansonsten ein gro\u00dfes Lob an die Veranstalter f\u00fcr die \u00dcbersicht, das Service, die Geduld und den Witz mit dem wir an diesem Abend in der Kochschule Stuttgart betreut wurden.<\/p>\n<p>Ich kann das Teamevent Kochschule Stuttgart nur empfehlen &#8211; wahrscheinlich eignen sich viele andere Kochschulen auch dazu. Also wenn ihr noch eine Idee f\u00fcr eure n\u00e4chste Firmenfeier oder ein Teamevent braucht, k\u00f6nnt ihr dies beruhigt euren Chefs vorschlagen. Eigentlich k\u00f6nnte man ja sogar die eine oder andere Familienfeier oder ein Treffen mit Freunden in eine Kochschule verlegen, gemeinsames Kochen verbindet n\u00e4mlich noch mehr als nur gemeinsames Essen und man hat viel Gelegenheit mit jedem der Teilnehmer n\u00e4her bekannt zu werden und diesen in der K\u00fcchensituation zu erleben, vielleicht zeigt ja jemand ein neues Gesicht oder ein bisher verstecktes Talent?<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche euch sch\u00f6ne Stunden oder Tage in\u00a0Kochschulen, interessante Begegnungen und Bekanntschaften, gute Lehrmeister mit spannenden, neuen Rezepten,\u00a0\u00a0Tipps und Tricks oder auch\u00a0&#8222;No Go&#8220; Infos.<\/p>\n<p>Guten Appetit, an Guaten und Mahlzeit<\/p>\n<p>Gelly<\/p>\n<p>Gellysblog<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.freude-am-wohnen.at%2Fgelly%2Fteamevent-kochschulen%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich konnte ich meine erste Erfahrung in einer Kochschule machen. 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