{"id":4212,"date":"2018-02-24T08:05:21","date_gmt":"2018-02-24T07:05:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/?p=4212"},"modified":"2018-02-24T08:24:11","modified_gmt":"2018-02-24T07:24:11","slug":"bye-bye-50-wo-ist-unsere-chance-auf-einen-job-geblieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/bye-bye-50-wo-ist-unsere-chance-auf-einen-job-geblieben\/","title":{"rendered":"Bye, bye 50 &#8211; wo sind unsere Chancen am Arbeitsmarkt geblieben?"},"content":{"rendered":"<p>Es ist kaum zu glauben, doch auch dieser Sprung ins halbe Jahrhundert meines Lebensalters ist schon wieder ein Jahr her. Und schon darf ich mich wieder von der Null verabschieden und den Einser willkommen hei\u00dfen. <strong>Und was war ab 50 anders?<\/strong> Diese Frage habe ich mir gestellt. Es war gar nicht so schlimm, doch so manches, ein paar Kleinigkeiten, haben sich schon ver\u00e4ndert.<!--more--><\/p>\n<p>Besonders nachdem auch in der Politik und in den Medien immer wieder das Wort 50 plus auftaucht, beginnt man\u00a0automatisch dar\u00fcber nachzudenken, ob man sich jetzt alt f\u00fchlen soll\u00a0&#8211; ob man will oder nicht &#8211;\u00a0und sich damit der Schublade des alten Eisens zuordnen l\u00e4sst. Ich\u00a0werde immer wieder auch durch meinen\u00a0Bekanntenkreis mit dem Gedanken oder auch der Angst konfrontiert, dass man vielleicht <strong>mit \u00fcber 50 keinen Platz mehr auf dem Arbeitsmarkt findet<\/strong> und schon gar nicht ohne F\u00f6rderung, die jetzt ja wieder gestrichen wurde.<\/p>\n<p>In vielen Unternehmen wird derzeit daran gearbeitet, die Mitarbeiter, die ein bestimmtes Alter erreicht haben,<strong> im Idealfall sanft in den Vorruhestand<\/strong> zu schicken. Mit 50 hat man vielleicht noch ein paar Jahre Schonfrist, doch ab 55 geh\u00f6rt man derzeit bei Banken und so manchen \u00f6ffentlichen Betrieben zur Liste der Personen, die man gerne fr\u00fchzeitig aus dem Unternehmen verabschieden m\u00f6chte. Doch was ist mit uns, den Einzelpersonen und ich glaube es gibt viele davon, die gerne ihren Beruf aus\u00fcben und auch\u00a0weiterhin viel lieber einen Beitrag zum Sozialsystem leisten m\u00f6chten, als selbst von Sozialleistungen\u00a0abh\u00e4ngig zu sein.<\/p>\n<p>Meine Freundin Selina ist z.B. grade auf Jobsuche. Wobei Selina den Eindruck hat, dass ihre\u00a0<strong>Bewerbungsunterlagen<\/strong> \u00fcberall gleich nach der Erstansicht, wenn man ihr Geburtsdatum\u00a050plus sichtet, sowieso gleich <strong>im Mistk\u00fcbel landen<\/strong>. Denn seit Wochen hat sie keine Reaktion auf die vielen von ihr\u00a0geschriebenen Bewerbungen bekommen. Und Selina war auch schon vor ein paar Jahren mit 45 arbeitssuchend und kann somit den Unterschied an ihrem eigenen Beispiel\u00a0feststellen und erkennen. Ist es wirklich ihr Lebensalter, dass ihr keine Chance mehr am klassischem Arbeitsmarkt bietet oder ist die Gesellschaft generell so ignorant, dass man Korrespondenz, obwohl man nach ihr gefragt hat, gar nicht mehr beantwortet?<\/p>\n<p>Meine Freundin Alice ist derzeit nach einer l\u00e4ngeren Krankheitspause auch wieder bereit, eine interessante Aufgabe anzunehmen. Sie hat es auch schon geschafft, gerade wegen ihrer langj\u00e4hrigen Erfahrung und Verl\u00e4sslichkeit die ersten Runden und Aufgaben mit einem Hearing und einem theoretischen Konzept f\u00fcr Umsatzsteigerungsm\u00f6glichkeiten, in die Endauswahl\u00a0zu kommen. Und jetzt? Jetzt scheitert es an den notwendigen Referenzen. Die letzten 2 Firmen, f\u00fcr die sie gearbeitet hatte, haben sich mittlerweile fast aufgel\u00f6st. D.h. ihre <strong>ehemaligen Chefs sind schon lange nicht mehr da<\/strong>, weil die gesamte Abteilung\u00a0an nicht \u00f6sterreichische Niederlassungen angeschlossen wurde.\u00a0In dieser F\u00fchrungsebene der DACH Konstruktion, die nicht in \u00d6sterreich ans\u00e4ssig ist,\u00a0sitzen jetzt ihr v\u00f6llig unbekannte Personen. Ihre ehemaligen Chefs oder Chefinnen sind nicht mehr erreichbar und in irgendeinem anderen Firmenkonstrukt verschwunden. Jetzt scheitert ihre schon ziemlich hoffnungsvolle Bewerbungsprozedur wegen Unmengen von Umstrukturierungen in vielen Unternehmen vielleicht doch noch an dem <strong>unm\u00f6glichen\u00a0Auffinden von Referenzen<\/strong>? Das schlimme darin ist, dass sie selbst f\u00fcr diese Entwicklung wirklich absolut nichts daf\u00fcrkann. D.h. sie ist die Leidtragende von einem Wirtschaftsph\u00e4nomen, wobei sie zu der Situation\u00a0absolut nichts beigetragen hat.<\/p>\n<p>Mein Bekannter Helmuth war lange Zeit f\u00fcr verschiedene Pharmakonzerne in der Schweiz und in Deutschland t\u00e4tig. Aus privaten Gr\u00fcnden m\u00f6chte und\u00a0muss er jetzt im Lande bleiben. Auf viele von unseren Jahrg\u00e4ngen kommt jetzt ja auch die Notwendigkeit oder einfach nur das Bed\u00fcrfnis dazu, in der N\u00e4he unserer Eltern, die teilweise schon Betreuungsbedarf haben,\u00a0zu bleiben. Denn\u00a0sie haben sich unsere Anwesenheit in den vielleicht letzten Jahren ihres Lebens wirklich verdient und\u00a0genie\u00dfen diese oder brauchen sie sogar, solange\u00a0die M\u00f6glichkeit \u00fcberhaupt noch besteht, dass sie an unserer Pr\u00e4senz Anteil nehmen. Auch er ist schon\u00a0seit ein paar Monaten auf der Suche, nach einem &#8222;lokalen&#8220; Unternehmen oder zumindest eine Niederlassung, die ihm\u00a0die M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen Wiedereinstieg ins Berufsleben in der N\u00e4he seiner Familie gibt. Doch <strong>Angebote<\/strong> bekommt er <strong>nur f\u00fcr die Jobs, die sonst keiner will.<\/strong> Er k\u00f6nnte\u00a0leicht wieder in\u00a0Ausland gehen und nur einmal im Monat heimkommen, um\u00a0sein Privatleben im Lande weiterzuf\u00fchren oder irgendwelche Projekte annehmen, die\u00a0ein sehr kurzes Ablaufdatum haben.<\/p>\n<p>Alle drei Personen haben sicher noch <strong>ein Jahrzehnt im Arbeitsleben\u00a0vor sich<\/strong>, wenn man ihnen die Chance bieten w\u00fcrde.\u00a0Doch nein, bisher blieben sie erfolglos und m\u00fcssen sich mittels der Sozialleistungen, die sie eigentlich gar nicht wollen, doch\u00a0f\u00fcr den Fortbestand ihres\u00a0t\u00e4glichen Lebens\u00a0dringend brauchen, durchschlagen. Auch ich habe noch 12,5 Arbeitsjahre vor mir, wenn man mich l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Ich habe\u00a0das Gl\u00fcck, noch im Berufsleben zu stehen. Doch auch in meinem beruflichen Alltag\u00a0kommt es immer wieder\u00a0zu \u00c4nderungen, meist nicht zum Besseren, und die Zeit der Zufriedenheit\u00a0und der Begeisterung f\u00fcr die Aufgabe ist leider nur mehr selten zu finden und schon gar nicht mehr stetig aufrechtzuerhalten. Wobei ich\u00a0glaube, da bin ich nicht die einzige. Egal, wen ich derzeit Frage, das\u00a0Brennen, die Verbundenheit und die Freude am beruflichen Alltag kann ich leider derzeit bei fast keiner Person in meinem Bekanntenkreis finden. Vielleicht ist das auch gar kein Altersph\u00e4nomen, sondern sogar eine generelle Gesellschaftsentwicklung, die ich absolut nicht bef\u00fcrworte.<\/p>\n<p>Auch ich k\u00e4mpfe mit der Priorit\u00e4t von Excel Listen und Target Listen, die scheinbar als wichtigstes Instrument immer mehr an Bedeutung gewinnen. Nicht nur die Kunden, sondern auch die <strong>Mitarbeiter scheinen immer h\u00e4ufiger keinen Namen, sondern nur eine Nummer zu tragen<\/strong>. Schnell mal eine Formel eingesetzt und schon k\u00f6nnen die Ums\u00e4tze und Gewinne gesteigert werden. Der Mensch? Wo hat\u00a0der Name oder die pers\u00f6nlichen Eigenschaften noch einen Platz in diesen Tabellen?<\/p>\n<p>Das schlimmste Beispiel, das ich kenne, ist das Prozedere einer Bank. Nach 25 Jahren der Kundenbetreuung bekam ein Bekannter von mir eine neue Chefin, die von einem Tag auf den anderen mit einer Umstrukturierung beschlossen hat, dass er nicht mehr seine bestehenden Kunden betreuen wird &#8211; diese <strong>Kundengruppe wird auf andere Kollegen aufgeteilt<\/strong> &#8211; und er eine neue Kundengruppe zum Betreuen bekommt. Wollen wir das einfach mit mir machen lassen? Wenn mir ein Unternehmen erkl\u00e4rt, dass der f\u00fcr mich Jahrzehnte lang korrekt und bem\u00fcht handelnde Betreuer mich pers\u00f6nlich aufgrund einer Umstrukturierung, die mittels Rechenprogrammen geplant war, nicht mehr betreuen darf und ich mit einer anderen Ansprechperson Vorlieb nehmen muss, werde ich sicher die Gesch\u00e4ftsbeziehung wechseln und einen neuen Ansprechpartner in diesem Fall in einer neuen Bank suchen.<\/p>\n<p>Ich habe keine Lust und auch nicht die Zeit dazu, <strong>meine Vorlieben, Bed\u00fcrfnisse, W\u00fcnsche und Gewohnheiten immer wieder einem neuen Ansprechpartner zu erkl\u00e4ren.<\/strong> Wenn ich das tun m\u00f6chte, dann suche ich mir gleich den Betreuer oder Gesch\u00e4ftspartner selbst aus, der mir von Anfang an sympathisch ist und mir nicht den, der\u00a0vom Computerprogramm zugeordnet wurde. Schade, denn eigentlich bin ich eine sehr unternehmenstreue Person und bleibe meinen Gesch\u00e4ftspartnern, Banken, Versicherungen, \u00c4rzten, Friseuren, Kosmetikerinnen, Masseuren und Einkaufsgesch\u00e4ften so lange als m\u00f6glich treu. Doch irgendwann bei so einer Entwicklung ist auch bei mir der Ofen aus!<\/p>\n<p>Das ist vielleicht mit ein\u00a0Grund, warum viele Menschen meiner Generation <strong>den Weg in die Selbstst\u00e4ndigkeit<\/strong> wagen oder versuchen m\u00fcssen. Auch dieser Weg ist ein <strong>steiniger und ein langwieriger<\/strong> bei dem man einen <strong>langen Atem braucht<\/strong>. Die meisten versuchen es mit einer Doppelphase, d.h. man arbeitet in seinem bestehenden Job und versucht, sich parallel ein kleines Gesch\u00e4ft aufzubauen, von dem man hofft, dass es irgendwann einmal f\u00fcrs \u00dcberleben reicht, sodass man nicht vom Vater Staat abh\u00e4ngig ist. All denjenigen w\u00fcnsche ich gutes Gelingen, das n\u00f6tige Gl\u00fcck und die Ausdauer f\u00fcr ihren Lebenstraum im zweiten halben Jahrhundert.<\/p>\n<p>Doch zum Gl\u00fcck gibt es noch <strong>andere Bereiche au\u00dferhalb des beruflichen Alltags<\/strong>, mit denen man sein Leben positive bereichern kann und ich habe das Gef\u00fchl, dass dieser Ausgleich f\u00fcr mehr und mehr Menschen\u00a0immer wichtiger wird und fast schon ein wichtiges Lebenselixier geworden ist, damit man die <strong>Energie<\/strong>, die einem immer \u00f6fter geraubt wird, wie bei einer Tankstelle <strong>wieder auff\u00fcllen<\/strong> kann.<\/p>\n<p>Was hat sich in meinem 50er Jahr noch ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Es gibt\u00a0schon Dinge f\u00fcr die man wirklich oder fremdbestimmt schon <strong>zu alt<\/strong> ist oder zumindest so<strong> eingesch\u00e4tzt<\/strong> wird:<\/p>\n<p>Es werden immer wieder<strong> Stammzellspender<\/strong> gesucht, daf\u00fcr bin ich leider wirklich zu alt. Die Altersgrenze beim Registrieren liegt bereits bei 45 Jahren. Diese Chance in meinem Leben habe ich wirklich verpasst.<\/p>\n<p>Sobald ich 50 war wurde mir \u00fcber FB immer wieder und das monatelang die <strong>&#8222;Nachsichtbrille&#8220;<\/strong> mit der man auch in der Dunkelheit vor allem beim Autofahren wieder klar sehen kann, als Werbung eingeblendet. Grunds\u00e4tzlich fand ich die Idee und die L\u00f6sung ja gar nicht\u00a0so schlecht. Doch nach so vielen Werbeeinschaltungen f\u00fchlte ich mich schon fast bel\u00e4stigt und meine vielleicht vorher noch vorhandenen\u00a0Neugier auf das Produkt wurde sofort in mir erstickt.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich geht es mir bei <strong>Sch\u00f6nheits- und Wellnessangeboten<\/strong>, sch\u00f6n dass es sie gibt, doch bitte nicht \u00fcbertreiben. Eine Wellnesseinrichtung bombardiert mich seit Monaten immer wieder mit deren Newsletter. Nach\u00a0mehrmaligem Anklicken des Buttons zum Abbestellen\u00a0des Newsletters ohne Wirkung war es mir dann noch zu bunt. Ich verfasste\u00a0ein direktes E-Mail an die Office Adresse und mir wurde\u00a0versichert, dass man meine E-Mail- Adresse aus allen\u00a0Dateien entfernen werde und ich keine Zusendungen mehr bekommen werde. Denkste: 2-Monate sp\u00e4ter war der n\u00e4chste Newsletter wieder da. Sorry, so werdet ihr mich sicher nicht als Kundin gewinnen, denn ich stehe zu meinen Aussagen und Zusagen im Gegensatz zu euch.<\/p>\n<p>Wobei diese Einrichtung wahrscheinlich generell einen wunden Punkt bei mir getroffen hat. Man braucht doch nicht auf einmal mit dem 50er Stichtag andauernd Sch\u00f6nheits- und Wellnesstage. Manchmal gerne aber das Leben besteht zumindest nicht nur aus diesen Bet\u00e4tigungen und Pl\u00e4nen &#8211; zumindest nicht f\u00fcr mich. Also bitte keine Sch\u00f6nheits- und Wellnesszusendungen mehr! Ich beherrsche die F\u00e4higkeit, mir die grad gew\u00fcnschten und <strong>passenden Produkte und Angebote selbst<\/strong> \u00fcber die vielen Suchmaschinen <strong>rauszusuchen<\/strong>.<\/p>\n<p>Auch von bestimmten <strong>Fitnesseinrichtungen<\/strong>, speziell f\u00fcr Damen, bekam ich ab dem 50. Geburtstag immer wieder Sonderangebote f\u00fcr ein besonders <strong>f\u00fcr Damen ab 50 angepasstes Trainingsangebot <\/strong>als Werbung eingeblendet, obwohl ich nicht danach gesucht hatte. Auch hier gilt f\u00fcr mich: Nur, weil der Kalender oder die Excel-Tabelle oder FB euch verraten hat, dass ich den Stichtag \u00fcberschritten und \u00fcberlebt habe, ist das noch lange kein Grund ab genau diesem Tag eurer Sonderangebot anzunehmen. Wenn ich das mache, dann aus freien St\u00fccken zum Zeitpunkt, der f\u00fcr mich genau der richtige ist.<\/p>\n<p>Und das schr\u00e4gste war, dass sogar mein Freund vor kurzem ein Werbeemail \u00fcber ein besonderes Produkt bekommen hat, das Wunder bei Halluxschmerzen bewirkt. Er war wirklich sehr verwundet \u00fcber dieses Angebot und fragte dann mich, ob ich das vielleicht brauchen kann. Also die <strong>Schleichwerbung<\/strong> f\u00fcr eventuelle Produkte, die eine \u00fcber 50-j\u00e4hrige Dame brauchen kann, <strong>an deren Lebenspartner zu schicken<\/strong>, fand ich noch skurriler.<\/p>\n<p>Alle diese Angebote habe ich bis jetzt abgehlehnt bzw. diese haben mich sogar in eine kleine \u00c4rgerstimmung gebracht &#8211; mein Trotz kommt da wieder durch &#8211; dass ich falls ich jemals eine Nachtsichtbrille, Sch\u00f6nheits- und Wellnesskur, eine Fitnesseinrichtung oder ein Halluxprodukt brauchen werde, sicher eine andere M\u00f6glichkeit suchen werde als auf eine von diesen Werbeflutangeboten zur\u00fcckzugreifen. Zum Gl\u00fcck besitze ich die F\u00e4higkeit, nach Bedarf und nach Bewertungen zu recherchieren und habe noch\u00a0Freunde, die ich pers\u00f6nlich befragen kann (nicht nur \u00fcber den Chat) und <strong>Mundpropaganda<\/strong> hat f\u00fcr mich noch immer die <strong>h\u00f6chste Sicherheitsstufe und Trefferquote<\/strong> f\u00fcr das Kriterium Zufriedenheit. Und kaufen werde ich vor\u00a0allem erst dann, wenn mein eigenes Bed\u00fcrfnis da ist und nicht deswegen, weil auf einmal die Zahl 50plus aufpoppt.<\/p>\n<p>Was kann ich noch tun?<\/p>\n<p>Was ich bisher in meinem Leben noch nie getan habe und ich sch\u00e4me mich fast daf\u00fcr ist <strong>Blutspenden<\/strong>. Daf\u00fcr m\u00f6chte ich dieses Zeitfenster n\u00fctzen, wenn ich grad noch jung und fit genug daf\u00fcr bin, den Anforderungskriterien zu entsprechen und noch nicht mit den sonst in dieser Altersgruppe schon \u00fcblichen Cholesterin-, Blutdruck-, Schilddr\u00fcsen-, Magen- oder Hormontabletten verseucht bin. Genau jetzt bzw. sp\u00e4testens jetzt ist der richtige Zeitpunkt daf\u00fcr, damit ich nicht noch eine Sache, die mir eigentlich am Herzen liegt, abhaken muss, weil ich schon als zu alt daf\u00fcr eingestuft werde.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Beitrag nicht zu entmutigt, sondern eher dazu angespornt habe, die Dinge, die euch am Herzen liegen, jetzt zu tun und nicht darauf zu warten, bis\u00a0ihr den Anforderungskriterien wirklich nicht mehr entsprecht oder zumindest so katalogisiert werdet. An meinem Wohlbefinden hat sich <strong>seit der Zahl 50<\/strong> nichts ge\u00e4ndert, nein ganz im Gegenteil, ich habe mich mir ihr am Buckel sogar <strong>ganz zufrieden, gl\u00fccklich und agiler<\/strong> gef\u00fchlt als je zuvor.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche euch, dass es mehr und mehr Menschen und vor allem auch Unternehmen gibt, die wieder auf die Qualit\u00e4t dieses Lebensalters aufmerksam werden und dieses vielleicht sogar wieder zu sch\u00e4tzen beginnen. Viele von uns <strong>w\u00fcrden gerne noch einen kr\u00e4ftigen Beitrag zu den\u00a0sehr notwendigen Sozialleistungen leisten,<\/strong> die wiederum anderen noch bed\u00fcrftigeren Menschen als den klassischen\u00a050plus Personen, die\u00a0manchmal schon aufs Abstellgleis gestellt werden, zugutekommen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Meine Vision: Ich lasse mich\u00a0nicht vom Zahlenklischee unterkriegen und mache genau jetzt das, was ich besonders gut kann, was mir besonders viel Freude bereitet oder was ich immer schon machen wollte bevor ich aufgrund meines Geburtsdatums von dieser M\u00f6glichkeit ausgeschlossen werde. Und ja, ich habe noch <strong>12,5 Jahre aktives Arbeitsleben<\/strong> bis zum Pensionsantritt vor mir, wenn man mich l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche euch eine sch\u00f6ne &#8222;Mittelalterzeit&#8220; und den Mut, die <strong>Chancen anzunehmen<\/strong>, die sich\u00a0irgendwann jedem von uns\u00a0anbieten werden.\u00a0Dinge die man nicht vers\u00e4umen m\u00f6chte, jetzt zu tun und andere die man nicht mehr unbedingt machen muss, einfach ruhen zu lassen und aus der To do Liste zu streichen.<\/p>\n<p>Alles Liebe von 50plus<\/p>\n<p>Gelly<\/p>\n<p>Gellysblog<\/p>\n<p>P.S.: Wobei im Gegensatz zu der beschriebenen &#8222;midlife crisis&#8220;, wo man alles nachholen muss und sein Leben ganz umkrempelt, habe ich\u00a0das Gef\u00fchl, dass ich jetzt mit 50plus <strong>das eine oder andere nicht mehr machen<\/strong> muss. Ich muss z.B. nicht mehr rund um die Welt fliegen, um dann beurteilen zu k\u00f6nnen, wo es mir denn am besten gefallen hat. Diese Reise kann ich mir schon ersparen.\u00a0Ich habe schon viel gesehen, somit <strong>wei\u00df ich jetzt schon genau<\/strong>, wo ich hinm\u00f6chte und <strong>wo es mir gef\u00e4llt<\/strong> und muss nicht mehr alle Pl\u00e4tze dieser Welt entdecken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.freude-am-wohnen.at%2Fgelly%2Fbye-bye-50-wo-ist-unsere-chance-auf-einen-job-geblieben%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist kaum zu glauben, doch auch dieser Sprung ins halbe Jahrhundert meines Lebensalters ist schon wieder ein Jahr her. 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