{"id":4195,"date":"2018-02-18T23:14:30","date_gmt":"2018-02-18T22:14:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/?p=4195"},"modified":"2018-02-18T23:28:00","modified_gmt":"2018-02-18T22:28:00","slug":"worauf-verzichtest-du-in-der-fastenzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/worauf-verzichtest-du-in-der-fastenzeit\/","title":{"rendered":"Worauf verzichtest du in der Fastenzeit?"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich schon von einigen Freunden geh\u00f6rt habe, dass sie so wie schon \u00f6fter auch die heurige Fastenzeit zum Anlass nehmen, auf dies oder das zu verzichten, m\u00f6chte ich deren Erfahrungen und meine Gedanken dazu gerne mit euch teilen.<!--more--><\/p>\n<p>Es sind nicht einmal mehr\u00a05 Wochen bis zum Ostersonntag, also <strong>ein Verzicht von ein paar\u00a0Wochen<\/strong> kann ja gar nicht so schlimm sein, oder doch?<\/p>\n<p>Meine Freundin Susanne teilte mir z.B. am Faschingsdienstag mit, dass sie ab dem n\u00e4chsten Tag bis Ostern <strong>keinen Wein mehr trinken<\/strong> wird und bestellte sich zur Feier des Tages vor der Fastenzeit gleich noch zwei Gl\u00e4schen.<\/p>\n<p>Mein Nachbar Martin trinkt seit Jahren z.B. <strong>kein Bier <\/strong>w\u00e4hrend der Fastenzeit. Jedes Jahr wieder h\u00e4lt er sich strikt daran und hofft, dass damit sein kleines Bierb\u00e4uchchen, das sich \u00fcber die Wintermonate nicht nur bei ihm sondern auch bei so manch anderen\u00a0angesetzt hat, bis zum Badehosenwetter wieder verschwunden ist. Und Hut ab, meistens gelingt ihm das auch, allerdings vielleicht auch\u00a0durch die Kombination mit Bewegung wie z.B. Nordic Walken als Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Maskulino hatte heuer auch so eine \u00e4hnliche Idee. Er ist sicher nicht bereit, ganz auf Bier zu verzichten, doch gestern teilte er mir freudig mit: Ich habe jetzt ein neues Konzept\u00a0f\u00fcr die Fastenzeit entwickelt. Ich werde nicht ganz auf Bier verzichten, doch ich bin draufgekommen, dass ich ja die Schluckgr\u00f6\u00dfe reduzieren kann. Also nimmt Maskulino ab jetzt <strong>nur mehr kleine Schlucke Bier<\/strong>, um auf diese Weise in kleinen Schritten an seiner Figur zu arbeiten. Diese bewusste Schluckgr\u00f6\u00dfe hat bereits in den letzten Tagen die Gesamtmenge an Bierdosen in unserem M\u00fcllcontainer um einiges reduziert.<\/p>\n<p>Meine Freundin Luna hat sich f\u00fcr dieses Jahr ein gro\u00dfes Projekt vorgenommen, sie m\u00f6chte es mit den Zigaretten lassen, wie sie es mit eigenen Worten beschreibt. Ich bin schon sehr gespannt, wie ihre <strong>Zigarettenfastenzeit<\/strong> ausgeht. Netterweise versucht sie diesen Verzicht w\u00e4hrend ihres Urlaubs, damit sie mi ihrem bef\u00fcrchtetem &#8222;Granteln&#8220;\u00a0nicht ihren Arbeitskolleginnen auf die Nerven geht.<\/p>\n<p>Und was ist mit Kaffee? Auch ich bin eine Kaffeetante und manchmal sammelt sich da schon\u00a0eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl an Tassen an, die so im Laufe des Tages zusammenkommen. Normalerweise ist das kein Problem, sondern eher ein Genuss f\u00fcr mich und ich m\u00f6chte nichts daran \u00e4ndern. Doch was mich schon erschreckt hat, als ich einmal zwei <strong>Teeentschlackungstage<\/strong> machen wollte: Ohne Kaffee war ich mittags so m\u00fcde, dass ich mich am liebsten niederlegen wollte &#8211; das geht doch nicht! &#8211; zumindest nicht an einem Arbeitstag. Am sp\u00e4teren Nachmittag ist dann noch ganz starkes Kopfweh dazugekommen. Und siehe da, nach einer Tasse Kaffee war ich wieder arbeitsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Auch bei einem zweiten und dritten Versuch von Teeentschlackungstagen waren diese M\u00fcdigkeits- und Kopfweherscheinungen\u00a0reproduzierbar. Also das Kaffeefasten ist mir definitiv bis jetzt noch nicht gelungen. Anscheinend ist bei dieser Substanz, zumindest bei mir, schon ein Gewohnheitsmuster vorhanden, sodass ich ohne gar nicht mehr sein kann. Eigentlich erschreckend, ich leide schon unter Kaffeeentzugserscheinungen. Doch so schnell gebe ich nicht auf, ich versuche jetzt t\u00e4glich darauf zu achten, dass ich meinen Kaffee nicht aus Gewohnheit, sondern nur trinke, wenn ich wirklich Lust und Gusto darauf habe und siehe da, dieses Dauerbewusstsein hat auch <strong>meinen Kaffeekonsum schon um einiges reduziert<\/strong>. Vielleicht kann ich mich ja bald auf einen neuerlichen Versuch eines Teeentschlackungstags einlassen, ich versuche es sicher wieder!<\/p>\n<p>Manchmal muss man sich aber mit Tricks selbst \u00fcberlisten: Gestern\u00a0hatte ich z.B.\u00a0einen irrsinnigen Gusto auf Rumkugeln und wollte diese Packung schon in meine Einkaufstasche legen. Im selben Moment sind mir aber die vielen Fastenverzichtsmenschen eingefallen, die sich f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen vieles vorgenommen haben bzw. den Verzicht auf etwas planen. Also habe ich beschlossen, dass ich <strong>mich<\/strong> <strong>lieber nicht selbst in Versuchung bringe<\/strong> und auf den Rumkugelvorrat in den eigenen vier W\u00e4nden verzichte zumindest bis Ostern! Bei manchen S\u00fc\u00dfigkeiten kann ich n\u00e4mlich nur schwer widerstehen und kann, wenn ich einmal beginne, oft gar nicht mehr damit aufh\u00f6ren sie zu genie\u00dfen, oder vielleicht sogar zu verschlingen? Da hilft manchmal wirklich nur, dass ich die Situation selbst vor mir verstecke, um gar nicht in Versuchung zu kommen. Also werde ich\u00a0mich in der Fastenzeit einfach <strong>mit einer\u00a0Schokobanane als Betthupferl<\/strong> begn\u00fcgen.<\/p>\n<p>Gerade das Thema Schokolade oder S\u00fc\u00dfes, vor allem zur sp\u00e4ten Stunde, ist f\u00fcr viele von uns eine besondere Verlockung. Falls ich dieses &#8222;ich kann nicht ohne&#8220; Verhalten h\u00e4tte, dann w\u00fcrde ich auch wie bei Maskulinos Bierschlucktrick auf die Menge achten &#8211; ein St\u00fcck ist sicher ges\u00fcnder als die ganze Tafel. Diese Reduktion hat auch meine Schwester Rita bei meinen Nichten eingef\u00fchrt. In der Fastenzeit durften sie, als sie klein waren, <strong>nur ein Zuckerl pro Tag<\/strong> essen, anstelle der vielen S\u00fc\u00dfigkeiten, die sie sonst im Laufe des Tages konsumiert hatten.<\/p>\n<p>Von meiner Schwerster Rita kenne ich auch den <strong>Fernseh-Verzicht<\/strong>. Ich finde es super, dass sie zumindest an den strengen katholischen Fastentagen, ihre Kinder dazu motiviert hat, auf Dinge zu verzichten, die ihnen z.B. besonders schwergefallen sind. Und da geh\u00f6rt auf jeden Fall das TV-Programm und so <strong>manches Spiel am Handy<\/strong> dazu. Am Aschermittwoch oder am Karfreitag wurde zum Beispiel immer auf das Einschalten der Glotze verzichtet und am Abend stattdessen gemeinsam ein Gesellschaftsspiel gespielt. Ein gutes Beispiel, dass es nicht immer nur um den Verzicht von Lebensmitteln gehen muss, man darf auch kreatives Verzichten erfinden.<\/p>\n<p>Ich selbst nehme mir aber f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen schon &#8211; und das hat ebenso wie bei Maskulino nichts mit der Fastenzeit, sondern eher mit der laut Kalender immer n\u00e4her r\u00fcckenden Badesaison zu tun &#8211; wieder vor, auf Wei\u00dfbrot und die Mittagssemmel zu verzichten. Entweder\u00a0werde ich mir wieder mein Jausenbrot richten oder eine gr\u00f6\u00dfere Menge Obst als Proviant\u00a0mitnehmen, damit ich die Mittagsjause an den\u00a0Arbeitstagen im Au\u00dfendienst\u00a0wieder ohne die Verlockung der <strong>klassischen Wurstsemmel<\/strong> verbringen kann. Die Suche nach\u00a0Alternativen, ist zwar manchmal schwierig, doch mit ein wenig Kreativit\u00e4t l\u00e4sst sich sicher die eine oder andere k\u00f6stliche Alternative finden.<\/p>\n<p>Was ich f\u00fcr mich pers\u00f6nlich versuchen werde, ist, dass ich wieder konsequenter die <strong>&#8222;Nicht auf die Mails schauen Zeiten&#8220;<\/strong> einhalte. W\u00e4hrend meines Weihnachtsurlaubes ist es mir n\u00e4mlich wirklich gelungen, auf die Abwesenheitsnotiz und ggf. die Aktivit\u00e4t von Kollegen zu vertrauen und meine beruflichen E-Mails an den Urlaubstagen wirklich nicht anzusehen. Sobald die Arbeitsroutine wieder integriert ist, kommt der Blick auf das Handy und die Anzahl der Mails, die gelesen werden sollten, an den Abenden und am Wochenende wieder automatisch. Doch es liegt ganz alleine an mir, meine Ungeduld,\u00a0Neugier oder \u00fcbersch\u00e4umende Arbeitslust im Zaum zu halten. Meistens reicht es auch Montagmorgens, die wichtigen von den unwichtigen Dingen zu trennen und dann noch immer zeitgerecht zu reagieren.<\/p>\n<p>Bei einer Sache bin ich mir ganz sicher, dass diese gleich von Anfang an, mit Scheitern verurteilt w\u00e4re. Ich k\u00f6nnte mir selbst keinen Schreibverzicht verordnen. Denn dieses\u00a0Vorhaben w\u00fcrde ich sicher schon gleich am ersten oder am\u00a0zweiten Tag wieder k\u00fcbeln k\u00f6nnen. Schreiben ist f\u00fcr mich eine Art von Entspannung geworden und macht mir richtig Spa\u00df. Doch was ist mit Facebook? Muss ich da wirklich dreimal am Tag reinschauen, ob vielleicht wieder ein interessanter Post zu sehen ist oder ich vielleicht sogar das eine oder andere Like bekommen habe? Ich verordne mir auf jeden Fall ein paar Tage <strong>Facebookfreie Zeit<\/strong> und freue mich schon fast drauf, was ich dann mit dieser gewonnenen Zeit und der l\u00e4ngeren Akkuhaltedauer meines Handys alles machen\u00a0werde.<\/p>\n<p><strong>Worauf m\u00f6chtet ihr in den n\u00e4chsten paar Wochen verzichten?<\/strong> Habt ihr euch auch ein Verzichts- oder Reduzierung auferlegt? Ich bin schon gespannt, welche Fastenzeitgeschichten ich noch h\u00f6ren werde.<\/p>\n<p>Ich bin mir sicher, dass ich\u00a0die n\u00e4chsten paar Wochen auch ohne Wei\u00dfbrot und ohne Mailcheck an den Wochenenden auch gut \u00fcberstehen werde, vielleicht sogar noch besser als bisher mit den &#8222;schlechten&#8220; Gewohnheiten, die einem ja eh nur selbst am meisten \u00e4rgern, wenn man dann nur mehr schwer davon loskommt. Was allerdings f\u00fcr mich ganz klar ist, wenn ich auf etwas verzichte, vor allem auf etwas, was mir eh nicht guttut, dann <strong>mache ich es f\u00fcr mich selbst<\/strong>, mit dem Motivationssatz: &#8222;It\u00b4s my life!&#8220;, dann ist n\u00e4mlich meine Chance auf Durchhalten immer am Gr\u00f6\u00dften.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche allen, die Vors\u00e4tze f\u00fcr die Fastenzeit haben, diese zumindest <strong>ein paar Tage oder sogar ein paar Wochen wie geplant durchzuhalten<\/strong> und allen anderen das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr solche selbst auferlegten Verzichtszeiten und vielleicht sogar ein paar Worte des Zuspruches und\u00a0Ansporn f\u00fcr die Fastenzeitchallenger.<\/p>\n<p>Viel Mut, Konsequenz und Durchhalteverm\u00f6gen f\u00fcr eure Zielerreichung und viel Freude danach w\u00fcnscht euch<\/p>\n<p>Gelly<\/p>\n<p>Gellysblog<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>P.S.: Und nachdem wir ja alle sehr gro\u00dfe\u00a0Gewohnheitstiere sind,\u00a0wie ich meine, wird aus den Fastenwochen dann vielleicht ja aus manchem gleich ein ganzes Leben ohne &#8230;! Weil wir es oft gar nicht mehr merken, dass wir jetzt dies oder das auf einmal nicht mehr brauchen. Vielleicht findet sich auch stattdessen\u00a0wieder viel Platz und Zeit f\u00fcr neues?\u00a0\u00a0Ich bin schon gespannt, welche Erfahrungen wir durch unseren Verzicht machen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.freude-am-wohnen.at%2Fgelly%2Fworauf-verzichtest-du-in-der-fastenzeit%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich schon von einigen Freunden geh\u00f6rt habe, dass sie so wie schon \u00f6fter auch die heurige Fastenzeit zum Anlass nehmen, auf dies oder das zu verzichten, m\u00f6chte ich deren Erfahrungen und meine Gedanken dazu gerne mit euch teilen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4196,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[1],"tags":[],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4195"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4195"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4195\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4210,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4195\/revisions\/4210"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4196"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4195"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4195"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}