{"id":1735,"date":"2017-06-13T09:05:38","date_gmt":"2017-06-13T07:05:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/?p=1735"},"modified":"2017-06-13T09:17:01","modified_gmt":"2017-06-13T07:17:01","slug":"von-nix-kommt-nix-weniger-ist-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/von-nix-kommt-nix-weniger-ist-mehr\/","title":{"rendered":"Von Nix kommt Nix &#8211; Weniger ist mehr!"},"content":{"rendered":"<p>Habt ihr eigentlich schon einmal das <strong>&#8222;Wurst- oder Leberk\u00e4sph\u00e4nomen&#8220; <\/strong>oder das<strong> &#8222;Einkaufswagenph\u00e4nomen&#8220;<\/strong>\u00a0beobachtet? Meine Erfahrung beim Einkauf bei der Feinkostvitrine eines Supermarktes oder auf einem &#8222;Marktstandel&#8220; ist, dass die Menge der gereichten Lebensmittel sehr oft direkt proportional zu dem K\u00f6rperumfang des Verk\u00e4ufers ist. Das selbe Ph\u00e4nomen\u00a0beobachte ich oft bei den Kunden und\u00a0der Menge der im Einkaufswagen transportierten Lebensmittel.<\/p>\n<p><!--more-->Wenn ich eine Wurstsemmel bestelle, die ich zum Gl\u00fcck nur mehr selten als &#8222;Kraftspender&#8220; und schnellen Kohlenhydratschub an stressigen Tage zu mir nehme,\u00a0dann streut die Menge der F\u00fcllung von 30 bis 100g. Anscheinend geht der Verk\u00e4ufer davon aus, dass der Kunde genau dieselbe Menge w\u00fcnscht, die er sich\u00a0selbst auch g\u00f6nnen w\u00fcrde. Dieses Ph\u00e4nomen bringt mich sehr oft zum Schmunzeln! Manchmal muss ich dann noch mit dem Feinkostverk\u00e4ufer diskutieren, ob ich wirklich nur ein paar Scheiben in meine Jausensemmel w\u00fcnsche, denn er oder sie kann sich das gar nicht vorstellen, dass die Jause mit so wenig Inhalt \u00fcberhaupt schmecken kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1744\" src=\"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2017-06-13-08.38.57-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2017-06-13-08.38.57-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2017-06-13-08.38.57-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2017-06-13-08.38.57-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Auch die Frage, wollen sie das noch und das noch, kommt immer wieder. Wenn ich Gurkerl ablehne, dann werde ich noch nach Senf oder K\u00e4se gefragt, was ja die eigentliche Aufgabe des Verk\u00e4ufers ist, wenn er oder sie mir schon nur ein paar Deka verkaufen kann, den Umsatz mit dem &#8222;Zubeh\u00f6r&#8220; dann doch noch\u00a0ein wenig zu steigern. Wobei ich es grunds\u00e4tzlich sehr gut finde, dass nicht nur Wurst und K\u00e4se, sondern auch Gem\u00fcse wie Paprika, Salat oder Tomaten in manchen L\u00e4den schon selbstverst\u00e4ndlich als &#8222;Semmelf\u00fcllung&#8220; angeboten werden.<\/p>\n<p>Manchmal bin ich auch versucht, nach einem Wurst- oder K\u00e4sebrot zu fragen, denn Wei\u00dfbrot m\u00f6chte ich derzeit ja eher vermeiden. Doch wenn, dann m\u00f6chte ich das Schwarzbrot auch frisch aufgeschnitten, mit Butter bestrichen,\u00a0dann d\u00fcnn belegt und mit einem d\u00fcnnen &#8222;Deckel&#8220; bedeckt. Wenn ich so dar\u00fcber nachdenke,\u00a0habe ich noch niemanden geh\u00f6rt, nach Schwarzbrot\u00a0zu fragen, vielleicht starte ich diesen Versuch beim n\u00e4chsten Mal, w\u00e4re doch interessant, was passiert. Was ich schon einmal gewagt habe, auf einer Tankstelle nach Obst zu fragen, worauf mich der Kassier verwundert angeschaut hat und mit einem lauten: Nein, das haben wir nicht, gleich wieder ignoriert hat.<\/p>\n<p>Gestern wollte ich mich aus diese Diskussionen gar nicht einlassen und haben mir einfach einen frischen Fruchtteller aus der Selbstbedienungsvitrine geholt und diesen als unsere &#8222;Kaffeejause&#8220; mit nachhause gebracht. Wie immer verneint Masklino dann meine Frage: M\u00f6chtest du auch frisches Obst naschen?\u00a0Doch nachdem ich das bereits aufgeschnittene Obst (Ananas, Melone, Kiwi und Erdbeeren) doch schon f\u00fcr einige Minuten\u00a0in Griffweite vor seine Nase und direkt in seinem Blickfeld positioniert\u00a0und noch dazu\u00a0mit\u00a0Gabel und Serviette dekoriert hatte, griff er dann schlussendlich doch zu und g\u00f6nnte sich auch einen Vitaminschub an dem gestrigen hei\u00dfen Nachmittag.<\/p>\n<p>Generell machen auch wir\u00a0oft den Fehler, dass wir glauben, dass der andere genauso denkt wie wir, was sich doch meist als gro\u00dfer Fehler herausstellt und manchmal sogar zu Diskussionen und Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchrt. Also was habe ich w\u00e4hrend meiner Zeit mit bewusster Ern\u00e4hrung gelernt? Reden, fragen und probieren! Letztes Wochenende habe ich z.B. beim Heurigen gefragt, ob ich einen kleinen gemischten Salat haben kann, der nicht auf der Speisekarte war und siehe da, man hat mir einen kleinen, frischen, knackigen Salat als Beilage zu meinem Heurigenbrot serviert. Ich war begeistert!<\/p>\n<p>Und da\u00a0das frische Gem\u00fcse und den Salat bei unserem Kebapladen ums Eck immer so k\u00f6stlich aussieht und durch den gro\u00dfen Umsatz auch immer frisch ist, habe ich mir vorgenommen beim n\u00e4chsten Mal nach\u00a0einer Gem\u00fcsebox mit Knoblauchsauce zu fragen. Auch da bin ich mir sicher, dass\u00a0dieses Men\u00fc nicht auf der Karte der angebotenen Speisen steht. Also bin ich schon neugierig auf die fragenden Blicke und die Flexibilit\u00e4t des Verk\u00e4ufers, ob auch dort die Kundenw\u00fcnsche ber\u00fccksichtigt und zufrieden gestellt werden.\u00a0Idealerweise sollte ja\u00a0die Nachfrage das Angebot bestimmen oder man gibt sich mit den klassischen Kebapkunden zufrieden.<\/p>\n<p>Also m\u00f6chte ich euch diesmal f\u00fcr das lange Wochenende die Frage mitgeben: Muss es denn immer so viel sein? Am leichtesten gelingt mir die Frage nach kleinen Mengen, wenn ich mir die anderen Kunden ansehe. Meist findet man n\u00e4mlich, das, was man &#8222;ist&#8220;, genau direkt proportional dazu im Einkaufswagen. Manche Einzelpersonen oder 2 Personen kaufen da Mengen, die eine ganze Gro\u00dffamile f\u00fcr mehrere Wochen versorgen k\u00f6nnten, vielleicht tun sie das ja auch, doch sehr oft zweifle ich daran.<\/p>\n<p>Sogar meine Frau Mutter hat sich z.B. bei der dicke ihrer Brotscheiben umgestellt: Sie schneidet sich nicht so wie fr\u00fcher ca. 15 mm Scheiben runter, sondern begn\u00fcgt sich manchmal auch mit einer 8 mm Scheibe. Auch die Menge der Butter aufs Brot hat sie bereits reduziert, seit ich ihr meinen neuen Lebensstil nahebringe und sie merkt, wie gut es mir dabei geht. Seit einiger Zeit findet man sogar bei meiner Frau Mutter keine\u00a05 mm\u00a0Schicht am Butterbrot, sondern manchmal nur einen Hauch davon.<\/p>\n<p>Was ich noch abgelegt habe? Den Vorsatz, dass man immer alles zusammenessen muss. Gerade im Gasthaus sind mir die Mengen manchmal zu viel und ja, ich lasse mir die Reste manchmal einpacken, damit ich mich zuhause dann nochmals dar\u00fcber freuen kann. Ich bin zwar kein klassischer Doggybag Fan und ich nehme die Reste nicht f\u00fcr Funny mit, doch ich f\u00fchle mich wohler, wenn ich einfach aufh\u00f6re zu essen, wenn sich das erste S\u00e4ttigungsgef\u00fchl einstellt.<\/p>\n<p>Der Glaubenssatz: Man muss alles aufessen, was am Teller ist, ist aus meiner Sicht\u00a0im 3. Jahrtausend \u00fcberhaupt nicht mehr g\u00fcltig. Dieser kommt noch aus der Zeit, wo man nicht t\u00e4glich so ein gro\u00dfes Speiseangebot wie heutzutage zur Verf\u00fcgung hatte oder sich einfach nicht mehr leisten konnte. Ja, man sollte nichts wegschmei\u00dfen, denn gerade jetzt leiden wieder viele andere Menschen auf dieser Welt an einer gro\u00dfen Hungersnot. Also warum nicht kleinere Mengen bestellen und wenn\u00b4s mal wirklich zu viel ist, lieber mitnehmen oder verschenken?<\/p>\n<p>Leider haben viele Menschen verlernt, auf ihre K\u00f6rpersignale zu achten. Also isst man und isst man bis der Magen dr\u00fcckt, worauf man sich dann entweder eine Tablette oder einen Schnaps nachkippt oder noch schlimmer, gleich die Toilette besucht, um sich der Speisen unten oder oben wieder zu entledigen. Was macht das denn f\u00fcr einen Sinn? Wollt ihr euch wirklich selber qu\u00e4len?<\/p>\n<p>Ich hoffe, ihr k\u00f6nnt trotz meiner Ausf\u00fchrungen die kommenden kulinarischen Erlebnisse und vielleicht auch eure &#8222;Grillerei&#8220; am Wochenende genie\u00dfen, die vielleicht diesmal nicht zur V\u00f6llerei wird, und w\u00fcnsche\u00a0euch daf\u00fcr ein sch\u00f6nes Juniwochenende mit dem\u00a0Motto, weniger ist mehr und Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t.<\/p>\n<p>Gelly<\/p>\n<p>Gellysblog<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.freude-am-wohnen.at%2Fgelly%2Fvon-nix-kommt-nix-weniger-ist-mehr%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Habt ihr eigentlich schon einmal das &#8222;Wurst- oder Leberk\u00e4sph\u00e4nomen&#8220; oder das &#8222;Einkaufswagenph\u00e4nomen&#8220;\u00a0beobachtet? Meine Erfahrung beim Einkauf bei der Feinkostvitrine eines Supermarktes oder auf einem &#8222;Marktstandel&#8220; ist, dass die Menge der gereichten Lebensmittel sehr oft direkt proportional zu dem K\u00f6rperumfang des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/von-nix-kommt-nix-weniger-ist-mehr\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1742,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[1],"tags":[],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1735"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1735"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1735\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1748,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1735\/revisions\/1748"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freude-am-wohnen.at\/gelly\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}