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Radtour zum Heurigen ab/bis Breitenbrunn

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Nachdem sich die Schlechtwetterfront mit Novemberwetter hoffentlich bald verzieht und die Temperaturen wieder radfreundlicher werden, freue ich mich jetzt schon drauf, am kommenden Wochenende endlich wieder eine Radtour zum Heurigen zu machen. Und nachdem ich heuer auch schon die ersten blühenden Sonnenblumen gesehen habe, werde ich die Strecke diesmal sicher besonders genießen.

Ursprünglich habe ich den Beitrag schon genau vor einem Jahr geschrieben, doch nachdem sich an der Tour und an der Umgebung noch nichts geändert hat, trifft alles genauso zu wie damals – außer dass die Sonnenblumen heuer schon früher blühen, denn diese Fotos habe ich vom Vorjahresjuli hineingeschwindelt.

Beitrag vom 27. Juni 2017 – gilt auch für Juni 2018:

Diesmal möchte ich euch die einfache, auch für „Sonntagsradler“ geeignete Radroute Breitenbrunn-Winden und/oder Breitenbrunn Purbach empfehlen und der Ausgangspunkt, an dem man sich entscheiden kann, in welche Richtung man fahren möchte, ist sogar mit diesem markanten Kunstwerk eines mir unbekannten Künstlers gekennzeichnet:

Unsere Lieblingstour ist vom Seebad, vom Bahnhof oder von diesem Ausgangspunkt in Breitenbrunn nach Winden zum Bacchuskeller. Diese Route ist ganz kurz, flach, nur ein paar kleine Steigungen z.B. beim Bahnschranken oder der Kläranlage sind eingebaut, ansonsten kann man die Räder so richtig laufen lassen und ist in ca. 20 Minuten beim Zielort angelangt.

Das gute am Bacchuskeller ist, dass man sich an Wochenenden und Feiertagen bereits ab 11 Uhr laben kann, weil man dort, die Radfahrer und andere Gäste bereits ab dem Vormittag mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die freundlichen Gastgeber, die euch dort erwarten:

http://www.bacchuskeller.co.at/

Mein letztes Menü von der Tageskarte bestand aus Welstartare auf Oberskren und Panna Cotta mit Zweigeltkirschen, die noch dazu warm serviert wurden. Ich war begeistert! Bei der Nachspeise wurde sogar automatisch ein 2. Löffel serviert, sodass auch meine Mitradler kosten konnten. Und als wir einmal mit Funny dort waren, die ja immer so einen traurigen Beagle Blick zeigen kann, auch wenn sie grad urglücklich ist, wurden wir sogar gefragt: Sollen wir dem Hund noch Wasser geben, der schaut so traurig?

Also was ihr dort findet, ein exzellentes Service für Mensch und Tier! Auch eine andere Hundebesitzerin, die ebenfalls Gast war, fragte uns beim Gehen, ob die Hunde zusammenschnuppern dürfen. Natürlich lehnten wir das nicht ab, weil beide an einander interessiert schienen. Nach dem kurzen Schnuppern sagte die Tierbesitzerin des Schoßhundes, ein Bussi zum Abschied muss ein, also war auch Funny begeistert, sogar noch ein „Bussi“ zum Abschied erhascht zu haben.

Ein paar hundert Meter weiter den Radweg entlang, könnt ihr sogar noch Ziegen, einen Esel und Hühner beobachten, wenn ihr Glück habt, denn deren „Weide“ befindet sich direkt am Radweg.

Leider haben viele andere Lokale in dieser Gegend generell erst ab ca. 17 Uhr offen, was für Radfahrer meist zu spät ist, denn der Hunger kommt mit Bewegung meist schon früher. Doch falls ihr nach der ersten Stärkung in Winden noch Lust auf Bewegung habt, könnt ihr euch ja noch nach Purbach oder ins Seebad Breitenbrunn radeln.

Also wieder retour bis zur Fahrradskulptur in Breitenbrunn. Dort könnt ihr euch nochmals entscheiden, ob ihr zur Abkühlung die Stichstraße bzw. den –radweg zum See – ca. 3 km – nehmt oder doch lieber gleich geradeaus weiter nach Purbach radelt. Achtung: im Seebad ist Eintritt auch für Radfahrer, weswegen manche Tagestouristen, die sich die Gegebenheiten nur ansehen wollen, bei dieser Erkenntnis dann manchmal gleich wieder umdrehen und ihr Geld dann doch lieber beim Heurigen ausgeben.

Doch falls ihr am Abend ins Seebad kommt, ich glaube ab 17 Uhr ist der Eintritt frei, dann könnt ihr vielleicht sogar so eine schöne Stimmung dort erleben, wenn ihr Glück mit dem Wetter habt:

Also ohne oder mit Seebad kann man ab der Radskulptur vorbei durch Wiesen, Felder und Weingärten die schöne Strecke Richtung Purbach radeln. Dazwischen gibt es sogar eine Trinkwasserlabestation und mehrere schattige Rastbänke. In Purbach gibt es zwar eine Vinothek und eine Kellergasse, die recht nett zum Anschauen ist, doch unser neuer Favorit ist die Buschenschank im Innenhof von Familie Leidl, die ein wenig abseits der Touristenpfade liegt und nicht nur deswegen unser Gemeintipp in Purbach ist:

http://www.weingut-leidl.at/

In dem gemütlichen Innenhof kann man von Do-So ab 16 Uhr gemütlich sitzen und köstlich trinken und speisen. Auch dort werden wir immer wieder von „Spezialitäten des Hauses“ überrascht, bei unserem letzten Besuch war das der Wildteller, das belegte Brot und die Joghurtcreme, die sich unser besonderes Lob verdient haben. Das freundliche Service und die Flexibilität bei Sonderwünschen, so wie bei meinem gemischten Salat, den ich mir immer wünsche, obwohl er nicht auf der Speisekarte steht, macht unseren Besuch dort immer zu einem besonderen angenehmen Erlebnis, bei dem alle unsere kulinarischen Wünsche erfüllt werden.

Diese Buschenschank ist sogar schlechtwettertauglich, da man auch in den Gaststuben mit gemütlicher Einrichtung und einer Glasfensterfront gemütlich sitzen kann. Besonders gefällt mir bei diesem Heurigen, dass man auch Reservierungen für den Innenhof entgegennimmt. D.h. wenn wir uns kurzfristig entschließen, eine abendliche Radtour zum Heurigen zu machen, rufen wir einfach an und unser gemütlicher Heurigenplatz im Gastgarten ist gesichert, was besonders bei Kinder und hungergrantigen Mitradlern wichtig ist, damit der schöne Abend nicht noch mit Diskussionen endet.

Da die Tage ja noch lang sind, kann man derzeit nach dem Heurigenbesuch am Nachmittag oder Abend sogar bei Tageslicht wieder zurückradeln, in das Auto oder in den Zug steigen und als Tagesausklang noch die schöne Abendstimmung genießen.

Achtung nur bei so manchen Kurven, da passiert es immer wieder, dass Radfahrer vergessen, dass wir eigentlich Rechtsverkehr hier in Österreich haben und lieber die Kurven schneiden, was dann bei zuerst nicht sichtbarem Gegenverkehr immer wieder zu teilweise sehr schweren Unfällen führen kann. Also mein Appell an alle Radfahrer: Bitte immer – auch auf Radwegen – rechts fahren und auch dort nicht vor lauter Übermut oder dem Zeitdruck oder dem Geschwindigkeitsrausch an unübersichtlichen Stellen überholen.

Und unsere Motorradfahrer können wahrscheinlich ein Lied davon singen. Schotter- oder Erdreste von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, anderen Transportern oder dem letzten Regenguss lagern sich gerne genau in solchen Kurven ab, daher empfiehlt es sich sowieso bei Kurven die Geschwindigkeit zu drosseln, denn manche schaffen es, auch mit dem Rad ins Schleudern zu geraten, was gewollt zwar lustig sein kann, doch ungewollt manchmal bis zum Bodenkontakt oder Kollisionen führt, was wir alle sicher nicht wollen. P.S.: Erst gestern hat mich wieder eine Mopedfahrerin beim Kurvenschneiden fast touchiert und das auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Also bitte, trotz des Vergnügens und der Freizeitstimmung gilt noch immer Rechtsverkehr in unseren Breiten.

Ich wünsche euch viele entspannte, sichere und schöne Radtouren mit beeindruckenden Landschaftsbildern und kulinarischen Köstlichkeiten zum Erfrischen und Stärken. Ja, wir sind oft mit dem „Radl“ da, vielleicht ihr auch einmal?

Schöne Sommertage wünscht euch

Gelly

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