Gellysblog

Frühlingsgefühle in unserer Küche – „Fastengerichte“ mit Schafskäse

| 2 Kommentare

Gurken, Tomaten, Schafskäse, Olivenöl, Aceto Balsamico und nach Belieben Joghurt – da kommen doch gleich Frühlingsgefühle auf. Diese Salatzutaten sind derzeit meine Favoriten. Frisch, knackig, saftig zum Genießen und die Erinnerung an unsere nächsten Grillabende ist gleich wieder total präsent.

Nachdem Maskulino und ich totale Sommerkinder sind, zählen wir schon die Tage, bis wir unser „Sommerdomizil“, unseren Wohnwagen in Breitenbrunn, beziehen können. Zuerst brauchen wir noch Wasser – das wird nämlich über die Wintermonate immer abgedreht – dann Sonne,  dann noch einen Temperaturanstieg und sobald 10 Grad Nachttemperaturen erreicht sind, wagen wir es dann, das erste Mal in unserer Hütte zu übernachten.

Deswegen zählen wir schon die Tage, wollen aber nicht mit allen Genüssen bis zum Saisonbeginn warten. Daher beginnen wir jetzt schon, den Frühling in unserer Küche einziehen zu lassen. Hier meine Rezeptempfehlung dafür, der

Frühlingssalat à la Gelly:

In meiner Biokiste, die ich diesmal als „Bürokiste“ bestellt habe, waren bereits Gurken und Tomaten aus Spanien dabei, die wirklich schon sehr schmackhaft warten. Also alles in eine Schüssel und los geht`s:

Die Gurken werden in mundgerechte Stücke geschnitten, inkl. Schale, falls sie noch nicht zu zäh ist, die Tomaten ebenfalls in kleine Stücke, sodass sie grad noch nicht wie ein Matsch aussehen, sondern noch ansehnlich sind. Dafür habe ich den Schafskäse diesmal zerbröselt. Die Idee kam eigentlich von Maskulino – er hatte einen Teil des Schafskäses für sein Rezept benötigt. Anscheinend ist er ziemlich grob mit dem Käse umgegangen, ich fand nämlich die halbe Packung schon ziemlich zerbröselt vor. Normalerweise hätte ich den Schafskäse mühsam gewürfelt – falls möglich, wobei dabei immer ein großer Matsch am Brett überblieb. Doch die Not macht erfinderisch und so habe ich diesmal die Reste einfach zwischen meinen Händen zerbröselt.

Und man lernt nie aus – so vermischt sich der Käse viel besser mit dem geschnittenen Gemüse und der Salat bekommt eine viel cremigere Konsistenz – genauso wie ich es liebe. Dazu noch Olivenöl, welches wir voriges Jahr selbst auf einer Olivenfarm in Kreta abgefüllt hatten, Aceto Balsamico und wer es noch matischiger mag, kann noch Joghurt nach Belieben dazu fügen. Und falls ihr´s lieber ein wenig schärfer habt, könnten auch noch Ringe von Frühlingszwiebeln oder normalem Zwiebel das gewisse Etwas beisteuern.

Diese Abart eines griechischen Salates wird in den nächsten Wochen in unserer Küche sicher öfter als Beilage verwendet werden. Da ich leider keine Oliven mag und Paprika und Zwiebel in roher Form nicht vertrage, muss ich diese griechische Spezialität leider ein wenig abwandeln. Die Reste des Dressings löffle ich dann gerne aus oder ich schmiere gerne die ganze Schüssel mit einem Brot aus, damit wirklich alle Reste verwertet werden und nichts im Müll oder im Abwasser landet. Also entspricht diese Speise auch einem sehr nachhaltigen Essen mit wenig Müllverursachung.

P.S.: Beim Zerbröseln des Schafskäses kamen sogar noch positive Kindheitserinnerungen in mir auf, denn es erinnerte mich an das Zerbröseln von Germ (für meine deutschen Leser: Hefe). Und da mein Onkel früher eine Bäckerei hatte – der Müllner Bäck, durfte ich dort als Kind manchmal mithelfen und mein eigenes Brot backen. Natürlich war der ganze Teig schon in übergroßen „Mixern“ vorbereitet, die ich fast größer als meine damalige Körpergröße in Erinnerung habe. Doch das mit dem Germ, ihn zerkleinern und in den Riesentopf hineinbröseln, das durfte ich manchmal ganz alleine machen. Als Kind hatte ich natürlich das Gefühl, ich habe Brot gebacken, auch wenn ich nur einen Teil dazu beigetragen hatte.

Und eigentlich eignet sich der Frühlingssalat à la Gelly mit saftigem, frischem Brot sogar als Hauptspeise, aber auf jeden Fall als gesunde, knackige Zwischenmahlzeit im Büro.

 

Genauso gut eignet sich das Rezept für den Mangold-Feta-Strudel von Biomitter dazu, uns kulinarisch auf den kommenden Frühling einzustimmen:

http://www.biomitter.at/doku.php?id=rezepte:mangold-feta-strudel#readmore_rezepte_mangold-feta-strudel

Ich habe diesen Strudel genau nach Rezept zubereitet bzw. um bei der Wahrheit mit unserer Arbeitsteilung in der Küche zu bleiben: Ich habe das Gemüse vorbereitet und alle Zutaten hergerichtet, und Maskulino hat dann die Strudelarbeiten gemacht. Als der Strudel dann schon hellbraun aus dem Backrohr leuchtete und der Duft schon durch alle Räume unserer Wohnung strömte, habe ich die Oberfläche noch mit Joghurt bepinselt, sodass dann noch eine knusprige Oberfläche entstand.

Dazu grüner Kopfsalat – frisch und knackig aus Italien – einfach köstlich. Und die Reste des Strudels schmecken auch am nächsten Tag noch gut, wenn man dazu nochmals einen frischen Salat zubereitet oder man nascht sie zwischendurch kalt – ein idealer Snack für zuhause oder fürs Büro!

Beide Gerichte eignen sich auch ideal für die Fastenzeit, falls einige von euch zumindest in dieser Zeit teilweise auf Fleisch verzichten möchten. Und falls nur Gemüse für euch zu wenig ist, um satt zu werden, dann kann man beide Gerichte z.B. noch mit Fisch servieren. Man könnte den Salat sicher mit Thunfisch und den Strudel mit Lachs ein „deftiger“ und gehaltvoller zubereiten.

Ich wünsche angenehme Tage bis zum offiziellen Frühlingsbeginn – bei uns hat der Frühling auf jeden Fall in der Küche bereits begonnen. Und der Blick aus dem Fenster gibt Hoffnung, dass wir den Vorgeschmack auf den Frühling bereits auch draußen, im Freien, finden können.

Einen guten Appetit und einen schönen Sonntag wünscht euch

Gelly

Gellysblog

P.S.: Sobald wieder mehr heimisches Frischgemüse verfügbar ist, kaufe ich natürlich dieses und ich freue mich schon drauf! Derzeit bin ich schon froh, dass es uns durch die offenen Handelsbeziehungen mit unseren südlichen Nachbarländern, jetzt bereits möglich ist, gschmackige Tomaten und Gurken im Geschäft ums Eck zu kaufen.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*